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Diagnose: Herzfehler! Und jetzt?

Hallo, liebe/r Leser/in!

 

Ich möchte mich für all die Leser/innen, die jetzt gerade zum ersten Mal auf meinem Blog sind, nochmal kurz vorstellen. Ich bin Max, 23 Jahre jung und seit meiner Geburt herzkrank. Welche Herzfehler ich genau habe könnt ihr gerne hier lesen, denn in diesem kurzen Post soll es vorwiegend um den Umgang mit solch einer schwierigen Diagnose gehen. Denn selbstverständlich hat man als Betroffener und Angehöriger viele Sorgen, die einem gehörig den Tag versauen können.

 

Als meine Eltern die Diagnose Herzfehler bekamen, brach für sie erst einmal eine Welt zusammen. Selbstverständlich. Gerade in den ersten Tagen nach dem Befund ist man mit der Situation überfordert und weiß nicht wie es jetzt unmittelbar weitergeht. Den Tipp den ich als Betroffener an dieser Stelle geben kann: Lasst den Kopf nicht hängen! Denn wenn ihr eurem Kind oder Partner Stärke vermittelt, zieht er oder sie daraus auch selbst eine ungeheure Kraft, der Krankheit im eigenen Körper zu trotzen. Natürlich fällt das je nach Diagnose schwer, da man im wahrsten Sinne des Wortes Todesangst hat. Auch meine Familie hatte diese Ängste. Das ist ganz normal. Man darf sich davon aber nicht das alltägliche Leben kaputt machen lassen. Gerade in der unmittelbaren Zeit nach der Diagnose, geht eigentlich alles ganz schnell. Die Therapie startet und der eigentliche Kampf fängt an: Operationen, Medikamente, Routineuntersuchungen gehören ab jetzt zum Alltag dazu. Auch das ist am Anfang eine sehr beängstigende Zeit. In den ersten Jahren verließ meine Mutter nicht eine Sekunde mein Krankenbett. Das war auch gut so, denn so hatte ich nie das Gefühl alleine zu sein. Bleibt also bei euren Liebsten. Davon profitieren beide Seiten.

 

Aber ich kann euch versichern: Mit der Zeit stellt man sich auf die Situation ein. Man kennt die gesundheitlichen Grenzen und Risiken, weiß zu welchen Ärzten man gehen muss, wann es wieder Zeit für die Routineuntersuchung ist etc.. Kurz gesagt, der Alltag stellt sich ein. Ich möchte hier jetzt auch nicht pauschalisieren und einem das Gelbe vom Ei erzählen aber bei mir, bei uns war es zumindest so.

Das wichtigste bei der ganzen Thematik aber ist: Lasst eure Kinder fragen stellen über die Krankheit. Sowohl den Ärzten als auch euch. Denn so können sie schon von kleinauf lernen, die eigene Krankheit zu akzeptieren und sich optimal auf ein Leben mit Herzfehler vorbereiten. Lasst eure Kinder, natürlich in Absprache mit den jeweiligen Fachärzten, ihren Hobbys nachgehen. Sollte etwas körperlich zu riskant sein, lasst es euren Kindern direkt vom Arzt sagen. Gerade in der Pubertät, wo Eltern in den Augen ihrer Sprößlinge häufig sowieso nur Schwachsinn erzählen ;). Ihr werdet sehen, dass eure Kinder sich schnell an die Situation gewöhnen und wissen, was sie sich zumuten können und was nicht.

 

Je schneller man als Betroffener versteht, dass man von nun an (meist) sein ganzes Leben lang mit der Krankheit beschäftigt ist, desto einfacher ist es damit zu Leben. Sowohl als Angehöriger als auch als Patient. Versprochen.

 

Und jetzt lasst den Kopf nicht hängen!

Wie sagt der Kölner immer: Et hätt noch immer jot jejange!

 

Euer Max

 

 

 

 

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